Bangkok: The Iron Fairies

The Iron Fairies, Bangkok, Thailand @sleepea.com

Die besten Abende erlebt man dann, wenn man es nicht erwartet. Das gilt zuhause und in der Ferne vielleicht noch etwas mehr. Nach einem Dinner mit Freunden in Thonglor stand eine Party zum Release eines neuen Anti-Hangover-Mittels auf dem Programm. Nach dem wir uns ausreichend mit Drinks versorgt hatten, um das Mittel auf eine harte Probe zu stellen, wollten wir den Rest der Nacht auf einem illegalen Festival verbringen. Aber bis dahin war noch etwas Zeit. Illegale Parties beginnen ja gern etwas später.
Ein Tipp der Locals verschlägt uns ins Iron Fairies. Die Bar ist gut gefüllt und die noch im Stehen georderten Getränke treffen ein, als wir gerade einen kleinen Tisch für uns gefunden haben. Das Interieur ist dunkel und wirklich eisern. In der Mitte des Raumes wendelt sich, von dicken Nieten zusammengehalten, ein stählerne Treppe nach oben, wo ein kleiner Barde in frisch gestärktem Hemd, Live-Interpretationen bekannter Rock und Pop-Tracks von sich gibt. Nein, kein Karaoke, die Gäste schreiben Musikwünsche auf Zettel und füttern damit die Living Musikbox. Sein Repertoire ist beachtlich und vergeblich sind die Versuche den Mann mit schrägen Musikwünschen aus dem Konzept zu bringen.
Es herrscht ausgelassene Stimmung und man kommt schnell ins Gespräch. Ein paar Stunden und etliche Drinks später, wird mit der Crowd wild getanzt und jeder darf mal mitsingen.

Bis in den Morgen könnte es so weitergehen, wären da nicht Bangkoks Sperrzeiten, die mancherorts sogar eingehalten werden. Irgendwann werde ich also mit meiner Begleiterin und unseren neuen Freunden auf die Straße gekehrt, wo wir uns bei einer letzten Zigarette verabschieden. Hat noch jemand Lust auf dieses Festival? Ach, nein, eigentlich nicht. Einer der Jungs, ein Schwede, muss schnell heim, weil morgen ein Geburtstag ansteht – schade, aber vielleicht sieht man sich ja mal wieder…
> am nächsten Tag: Hangover und die Nest Bar

The Iron Fairies
394 Thonglor Road, Bangkok, Thailand

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